Spannendes Stechen in der Nacht

Mehr als 150 Gäste nahmen am Samstag am traditionellen Schießabend in Schöppingen teil.Foto:
Mehr als 150 Gäste nahmen am Samstag am traditionellen Schießabend in Schöppingen teil.Foto:
(vba)


Schöppingen - Aufladen, anvisieren, abdrücken - ein geschultes Auge und gesammelte Konzentration waren am Samstagabend in der Kulturhalle gefragt, wo der jährliche Schießabend der Schöppinger Schützenvereine stattfand. Passend zum kleinen Jubiläum zeichnete der Schützenverein St. Peter und Paul, der die Veranstaltung vor genau zehn Jahren aus der Taufe gehoben hatte, für die Organisation verantwortlich.

Seit damals hat der Schießabend nichts von seinem Charme eingebüßt. „Es ist schön zu sehen, dass die Veranstaltung so gut angenommen wird. Jedes Jahr begrüßen wir mehr Teilnehmer“, freute sich Vorsitzender Rainer Wilming über die Besucherresonanz. Mehr als 150 Gäste waren von allen sieben Schöppinger Schützenvereinen, den „Schickermännern“ und der Landjugend gekommen, um dem gesellschaftlichen Ereignis beizuwohnen. Zum ersten Mal beteiligte sich auch eine Delegation des Schützenvereins St. Antonius aus Gemen und ließ sich nicht lange zum Schießstand bitten.


Insgesamt drei Partien - Einzel-, Mannschafts-, und Frauenwettbewerb - standen auf dem Programm, das sich noch bis spät in die Nacht hinziehen sollte. Jeder Teilnehmer passierte drei Durchgänge mit jeweils drei Schuss. Nach der anschließenden Punkteauswertung traten die fünf besten Schützen aus jedem Verein gegeneinander an.

Um kurz vor zwei konnten dann endlich die Gewinner ermittelt werden: Nach einem spannenden Stechen mit Willi Hörst (Haverbecker Schützen) siegte Rudi Krechting von den Bürgerschützen im Einzelwettbewerb. Im Mannschaftswettbewerb gelang es dem Gastgeber St. Peter und Paul, die Schützenbruderschaft St. Marien Eggerode abzulösen und den Wanderpokal einzuheimsen. In der Rangfolge schlossen sich der BSV und die Schützen aus Eggerode an.

Eine Trophäe erhielten auch Petra Göcke (Heven) sowie Britta Westen und Heike Hermes (beide St. Peter und Paul), die als beste weibliche Schützen aus dem Wettbewerb hervorgingen. „Wir freuen uns, dass sich der Wettbewerb für die Partnerinnen der Schützen so gut etabliert hat und wir jedes Jahr auch fünf bis zehn Frauen am Schießstand haben“, so Wilming, der die Trophäen und Preise an die Sieger überreichte.

Abseits der Schießstände stand das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. „Was die Veranstaltung ausmacht, ist die lockere Atmosphäre am Abend. Ein Mal im Jahr kommen wir Schützen zusammen, unterhalten uns bei einem Bier und feiern die Tradition“, erklärte der Vorsitzende den gemütlichen Volksfestcharakter der Veranstaltung.

Dementsprechend lange dauerte auch das Vergnügen. Selbst nach der Siegerehrung, als die Besucher noch zum Spaßschießen aufgerufen wurden, war der Saal noch brechend voll. Die letzten Schützen gingen wohl erst früh am Morgen und freuen sich bereits jetzt auf eine Wiederholung des Schießabends im nächsten Jahr.


15 · 03 · 10



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