Orientierung im Schilderwald

Fahrlehrer, Polizisten und ein Fachmann von der Kreisverwaltung (r.) nehmen Verkehrsschilder in den Blick. Unter anderem das „Verkehrszeichen 325“ (kl. Bild).Fotos:
Fahrlehrer, Polizisten und ein Fachmann von der Kreisverwaltung (r.) nehmen Verkehrsschilder in den Blick. Unter anderem das „Verkehrszeichen 325“ (kl. Bild).Fotos:
(Angelika Hoof)


Gronau/Heek-Nienborg/Schöppingen - Höhere Verkehrssicherheit und die ständig steigenden Unfallzahlen, insbesondere bei Fahranfängern, nahmen die Polizisten Lambert Grothe und Jürgen Blömers vor nunmehr zehn Jahren zum Anlass, den Hebel dort anzusetzen, wo die Ausbildung beginnt: in den Fahrschulen.

„Neben unserem normalen Dienst sind wir seitdem drei bis vier Mal im Jahr zu Gast bei jeder der 13 Fahrschulen in Gronau, Epe, Heek, Nienborg und Schöppingen. Wir sind gern gesehen, denn Aufklärung und ein ständiger Austausch mit den Fahrlehrern lautet unsere Devise“, erläutert Blömers.


Darüber hinaus finden seit vier Jahren regelmäßige Informationsveranstaltungen statt, bei denen jeweils aktuelle Themen behandelt werden. So geschehen auch am Freitagabend im Gasthof Bösing, wo Bernhard Sieverding (Mitarbeiter der Kreisverwaltung Borken, zuständig für den Fachbereich Verkehr) als Referent mit von der Partie war.

Nachdem er zunächst auf Neuerungen von Verkehrsschildern in der Straßenverkehrsordnung eingegangen war, widmete er sich schließlich dem Hauptthema des Abends, dem „Verkehrszeichen 325“, das in geschlossenen Ortschaften verkehrsberuhigte Zonen, auch Spielstraßen genannt, beschildert. Die Vorfahrtregel an solchen Kreuzungen, die in der Theorie leicht verständlich erscheine, so die Vertreter der anwesenden Fahrschulen, würde in der Praxis immer wieder zu Verwirrungen führen. Anhand von Fotos, die Straßenkreuzungsbereich im Buterland, am Kastanienweg/Jägers Weide, am Schwartenkamp und der August-Hahn-Straße zeigten, belegten sie diese Grenzfälle, die das korrekte Verhalten im Straßenverkehr nicht ihrer Einschätzung nicht einfacher machen.

Bernhard Sieverding räumte zum Teil bauliche Fehler ein, die es möglichst kostengünstig nachzubessern gelte.

Zum Abschluss des interessanten Abends nutzten die Fahrschullehrer noch die Gelegenheit, auf mögliche Gefahrenpunkte hinzuweisen. Die - je nach Bauträger - völlig unterschiedliche Überleitung von Radfahrern in baulich begrenzte Kreisverkehre waren dabei ebenso ein Thema wie die enge Straßenführung in Schöppingen und die sich noch im Bau befindliche „Flaniermeile in Heek“ (die Ortsdurchfahrt B 70), bei der - aus Sicht der Fahrschullehrer - parkende Autos zum Problem werden.

VON ANGELIKA HOOF, GRONAU

01 · 03 · 10



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