Schöppingen - Bereits tausend Jahre ist der Brauch alt, in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis zum Karsamstag mit einem Hungertuch den Altar zu verhängen. Im Volksmund wurde es auch „Schmachtlappen“ genannt. Deshalb betitelte Franz-Josef Risse aus Freckenhorst seinen Lichtbildervortrag in der St.-Brictius-Kirche: „Vom Schmachtlappen bis zu den Struwen“.
Der Name „Hungerdoek“ ist in Münster 1306 erstmals belegt. Das älteste Hungertuch im Münsterland entstand 1614 in Everswinkel. Neun Jahre später entstand 1623 das Hungertuch in Telgte, das dank mehrerer Restaurationen noch heute erhalten ist und im Heimathaus Münsterland seinen Platz finden soll.