Schüler schnuppern Arbeitsluft

Auf Erkundung im Schweinestall: Die Schüler der Kreuzschule besichtigten gestern insgesamt 23 Betriebe, darunter der landwirtschaftliche Betrieb Bendfeld in Averbeck.Foto:
Auf Erkundung im Schweinestall: Die Schüler der Kreuzschule besichtigten gestern insgesamt 23 Betriebe, darunter der landwirtschaftliche Betrieb Bendfeld in Averbeck.Foto:
(Hanna Paßlick)


Heek-Nienborg - „Wahnsinn, wie das hier stinkt!“ Beim Gang durch den Schweinestall halten sich die Achtklässler Benedikt und Bernd prompt die Nase zu. Heinz Bendfeld kann über die Reaktion der Jungen nur müde lächeln. „An den Geruch gewöhnt man sich“, vertraut er ihnen an. Bendfeld muss es wissen. Er ist staatlich geprüfter Landwirt. Doch statt der Stallarbeit steht für den Landwirt heute eine Berufsvorstellung auf dem Programm.

Für den Tag beruflicher Orientierung hatte die KAB Heek gestern rund 23 Betriebe gewinnen können. Sie alle hatten sich bereit erklärt, dem Jahrgang acht der Kreuzschule verschiedene Berufsbilder näher zu bringen. Jeder der 40 Schüler konnte vorab drei Wunschberufe angeben. Diese drei durfte er gestern näher kennenlernen.


Auch die Tätigkeit des Landwirts interessierte die Schüler. Daher empfing auch Heinz Bendfeld am Nachmittag eine kleine Gruppe. Mit ihr besuchte er die einzelnen Stationen seines landwirtschaftlichen Betriebes in Averbeck. „Wir betreiben hier eine Ferkelaufzucht und eine Mast, bei der die Schweine einmal am Tag gefüttert werden“, erklärte Bendfeld den Jugendlichen. Erschrocken blickten zwei junge Besucher auf. „Nur einmal am Tag, das reicht doch nie“, zweifelten sie und diskutierten das Fressverhalten verschiedener Hoftiere. Weiter ging es durch den Stall. Vorbei an trächtigen Säuen, quickenden Ferkel und jungen Ebern, die zum Entsetzen der Schüler bereits im Alter von drei Tagen kastriert worden waren.

Wieder an der frischen Luft atmeten alle Besucher tief durch, bevor es in die Lagerhalle ging. „Was glaubt ihr, wieviel Mais hier lagert?“, fragte Bendfeld seine Besucher. „19 Tonnen“, schätzte Benedikt und traf damit ins Schwarze. „Knapp 18 Tonnen kann ich mit meiner Maschine hier transportieren“, sagte Bendfeld und erntete ehrfürchtige Blicke der Schüler.

Zurück vom Hofgang bestürmen die Schüler den Landwirt mit Fragen. Von den Voraussetzungen für den Beruf des Landwirts über verschiedene Arbeitsbereiche bis hin zu einer möglichen Ausbildung auf dem Hof Bendfeld - die Schüler schienen fasziniert von den Möglichkeiten, die ein moderner, landwirtschaftlicher Betrieb heute bieten kann. „Und was muss ich tun, wenn ich mich für eine solche Ausbildung bewerben will?“, fragte einer der Jungen. „Ganz wichtig ist euer Auftreten“, erklärte Bendfeld. Man müsse pünktlich und zuverlässig sein, dann bekäme man nicht nur Pratika, sondern hätte auch Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Martina Schaten von der KAB Heek zog am späten Nachmittag ein positives Fazit aus dem Tag der beruflichen Orientierung. „Die Schüler haben unglaublich viel gefragt und die Firmen waren gut vorbereitet“, sagte sie. Einziges Manko: Die Zahl der beteiligten Firmen sei im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.


10 · 03 · 10



kommentar

WERBUNG


TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Westfälische Nachrichten - Alle Rechte vorbehalten 2010

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap | FAQ
Media-Daten | Netiquette

www.doolao.net | www.yangofamily.de | www.westline.de | www.stadtpilot.de | www.lenzradio.de | www.studentenpilot.de