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Nicht gerade konstruktiv
Optimale Studienbedingungen, zu denen erstklassige Ausstattung der Fachbereiche, renovierte Hörsäle allerorten und viele neue Dozenten gehören - welcher Politiker würde das nicht sofort umsetzen, wenn die finanziellen Mittel es zuließen?

Aber leider ist die Situation in den Ländern und im Bund derzeit ganz anders. Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten hat die Politik allerdings den hohen Stellenwert der Bildung erkannt, sie unternimmt deutliche Anstrengungen, die vorhandenen Ressourcen möglichst effizient auszunutzen.

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Die Angleichung der Studienabschlüsse mit dem Ausland durch den „Bologna-Prozess“ ist unumkehrbar - das müssten auch die streikenden Studenten wissen. Ihr Ziel kann also nicht die Rücknahme dieses Prozesses sein, sondern seine praxisnahe Verbesserung. Das lässt sich allerdings eher im Dialog als durch einen Streik erreichen. Anstatt zu blockieren und lauthals zu sagen, was sie nicht wollen, sollten die Streikenden ihre Energie besser für konstruktive Vorschläge verwenden.

VON DORLE NEUMANN

13 · 11 · 09
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Nicht gerade im Bilde...
Ja, Frau Neumann, Sie haben recht!
"Die Angleichung der Studienabschlüsse mit dem Ausland durch den „Bologna-Prozess“ ist unumkehrbar - das müssten auch die streikenden Studenten wissen."
Und tatsächlich - wir Studenten wissen das. Wenn Sie schon Kritik üben wollen, sollten Sie demnächst vielleicht einmal etwas genauer hinhören: Es geht nicht um die Abschaffung der Studienabschlüsse Bachelor und Master, sondern um eine Reform und Umstrukturierung!
Dass hier ein Dialog seitens der Studenten und der Universität, und sicherlich auch auf anderen Ebenen, notwendig ist, ist unbestreitbar. Dennoch ist der Streik in Münster berechtigt, da anscheinend nur so ein Dialog herbeigeführt werden kann.
Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, hat Frau Nelles gerade diesen nämlich in der Vergangenheit strikt abgelehnt - und ihrerseits mit einer polizeilichen Räumung und einer bis heute nicht zurückgezogenen Anklage gegen die Studenten reagiert, die ihr Recht auf Meinungsäußerung und einen Dialog eingefordert haben.
Wer eine derartige Reaktion auf den doch auf der Hand liegenden Willen zur Kommunikation zeigt, hat (nicht nur an Universitäten) mit Streiks zu rechnen!

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