So hatten sich die Gönner der NPD das nicht vorgestellt. In ihren Briefen beteuern Rechtsradikale gerne, dass bei ihnen noch Vertrauen herrsche. Ausgerechnet dort greift ein vermeintlich treuer Kamerad tief in ihre Tasche. 741 250 fehlende Euro haben der Partei wehgetan – zumal sie schon wegen illegal verbuchter Parteispenden 870 000 Euro abstottern musste.
Die Bekenntnisse des Erwin Kemna, er habe erst in der U-Haft begriffen, seiner Partei geschadet zu haben, wirken wenig glaubhaft. Nicht, dass es schlimm wäre, der NPD zu schaden – aber das muss auf einer politischen Ebene passieren. Wer jedoch über drei Jahre vier- und fünfstellige Summen von einem fremden Konto auf sein Privatkonto überweist, der weiß, dass er ein Unrecht begeht.






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