Nottuln - Die Spuren der Vergangenheit reichen in Nordrhein-Westfalen Tausende von Jahren zurück - unter anderem in Nottuln-Uphoven. Hier fanden Wissenschaftler der Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Münster unter Leitung von Christian Groer den Nachweis für die bislang älteste dauerhafte Besiedlung der norddeutschen Tiefebene. Mit diesem Grabungsprojekt beteiligt sich die Uni Münster an der Aussstellung "Fundgeschichten NRW", die am 18. März im Römisch-Germanischen Museum in Köln startet.
Zu Beginn der Jungsteinzeit wandelten sich die Menschen von umherziehenden Jägern und Sammlern zu sesshaften Ackerbauern und Viehzüchtern. Während dieser Prozess in den fruchtbaren Lössgebieten an Rhein und Hellweg ab der zweiten Hälfte des sechsten Jahrtausends vor Christus begann, hielten die Menschengruppen in der Tieflandzone der westfälischen Bucht noch für viele Generationen an ihrem Jäger- und Sammlerdasein fest. Lange Zeit stand für die Archäologie fest, dass erst mit den Erbauern der Großsteingräber der Trichterbecherkultur um die Mitte des vierten Jahrtausends vor Christus in diesem Raum die Landwirtschaft Einzug hielt.